EMDR-Therapie

– bilaterale Stimulation des Gehirns –

„neurons, that fire together, wire together“- 

Was genau ist EMDR?

 

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine Technik, bei der die Augen hin- und herbewegt werden. EMDR bedeutet Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen. Was sich so einfach anhört, zählt zu den etablierten Methoden der Traumatherapie. Die Methode basiert einerseits darauf, dass durch die Augenbewegungen eine Synchronisation der beiden Gehirnhälften stattfindet. Eine andere Erklärung für die guten Erfolge ist, dass EMDR die REM Phase während des Schlafes (in denen sich die Augäpfel unter den geschlossenen Lidern rasch hin und herbewegen) imitiert . Dabei werden dann negative Erlebnisse verarbeitet… und die belastenden Gedanken werden dann sozusagen vom Arbeitsspeicher (wo sie tagtäglich belastend präsent sind) auf die Festplatte umgespeichert. Dadurch ist es für den Klienten leichter, das belastende Erlebnis in sein Leben zu integrieren.

Anwendung bei:

EMDR kann sowohl in der Therapie als auch im Coaching eingesetzt werden:
In der Therapie hilft EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) beim Verarbeiten von negativen oder gar traumatischen Erlebnissen. Wenn die Selbstheilungskräfte des Gehirns diese Erlebnisse nicht selbst verarbeiten können, dann wird es in unverarbeiteter Form im Gehirn abgelegt und durch ähnliche Situationen immer wieder unkontrolliert ausgelöst. Im Rahmen einer EMDR-Behandlung werden durch bilaterale Stimulation (meist über die Augen, das ist dann das Winken ) beide Hirnhälften hinsichtlich des Ereignisses aktiviert und synchronisiert.

EMDR wird eingesetzt bei nahezu sämtlichen Angststörungen, Phobien, Verarbeiten von negativen oder traumatischen Erlebnissen, psychosomatischen Störungen, Schmerzzuständen, Trauerbewältigung, u.v.m.…

Im Coaching wird EMDR ebenso angewandt: wenn du z.B. tiefgreifenden Glaubensätze lösen möchtest (die wir alle in uns haben ), wenn du mehr Klarheit über die nächsten Schritte in deinem Leben haben möchtest und erfahren möchtest, was dich blockiert oder wenn du deine Ressourcen stärken und stabilisieren möchtest…

 

Noch zur Entstehungsgeschichte von EMDR:

Wir alle wissen intuitiv, dass ein Spaziergang in der Natur uns gut tut und dass wir einen anderen Blick auf Probleme bekommen, die uns gerade beschäftigen. Genau das untersuchte Dr. Francine Shapiro in den Jahren 1987-91 und entwickelte daraus EMDR. Zufällig bemerkte sie bei einem Spaziergang im Park, dass Ängste und stark belastende Gedanken, die sie sich aufgrund der bei ihr diagnostizierten Krebserkrankung machte, plötzlich verschwanden und nicht wiederkamen.

Dr. Francine Shapiro fand heraus, dass, während ihre Gedanken um die Krebserkrankung kreisten, sich ihre Augen ständig hin- und herbewegt hatten, bedingt durch das Wechselspiel von Licht und Schatten der Sonnenstrahlen, die durch die Bäume fielen.
Aus diesen zufälligen Augenbewegungen entwickelte Dr. Shapiro das Konzept einer Serie von gezielten Augenbewegungen👁👁, genannt „bilaterale Stimulation.“ Intensive Studien, auch über längere Zeiträume, haben die hohe Effektivität und dauerhafte Wirkung dieser Therapiemethode immer wieder bewiesen.
Also ab in die Natur,🌳🌱🍃 am besten in den Wald 🌲und gehe spazieren. Das regt deine Selbstheilungskräfte 💫und Selbstregulierungskräfte an 😊.